In der Badesaison 2024 wurden 2.291 deutsche Badegewässer untersucht und die Ergebnisse von insgesamt 13.207 Wasserproben ausgewertet. Von den Badegewässern lagen 362 an den Küsten von Nord- und Ostsee, 1.892 an Binnenseen und 37 an Flüssen.
Die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie erfüllten 98 Prozent der Badegewässer in Deutschland, fast 91 Prozent erhielten sogar die beste Note „ausgezeichnet“. Lediglich neun deutsche Badegewässer wurden für die Saison 2024 von der Europäischen Kommission mit „mangelhaft“ bewertet. In 148 Fällen wurden Badegewässer temporär oder die gesamte Saison über für die Badenden geschlossen, 72 Mal davon aufgrund von Cyanobakterien („Blaualgen“). Andere wasserhygienische Mängel wurden insgesamt 29 Mal als Grund angegeben, meist hatten in diesen Fällen Sturm- und Regenereignisse belastetes Schmutzwasser in die betroffenen Badegewässer gespült. In 22 Fällen verursachten langanhaltende Starkniederschläge besonders in Süddeutschland Überflutungen von Badegewässern. Vorhersagesysteme an Badegewässern haben 23 Mal eine wahrscheinliche hygienische Verschmutzung gemeldet, was ebenfalls zu einem Badeverbot oder zum Abraten vom Baden führte
In 30 Fällen wurden Badegewässer aus anderen Gründen temporär geschlossen oder waren für Probenahmen und somit einen Badebetrieb erst gar nicht zugänglich. Hauptgründe dafür waren Sanierungen des Badegewässers oder auch Fragen der Verkehrssicherungspflicht. Aufgrund von (noch) nicht ausreichender Probenanzahl für eine Klassifizierung wurden 41 Badegewässer in der Saison 2024 nicht bewertet.
Die Qualität der deutschen Badegewässer bleibt auch weiterhin gut bis sehr gut – bereits für 2023 wurden ähnliche Ergebnisse gemeldet.